Routes in Deutschland / Niedersachsen / Dissen am Teutoburger Wald




Unser Startpunkt an diesem Dienstag Abend (1.7.2008) war der Dorfkrug in Bockhorst bei Versmold. Im historischen Kern Bockhorsts findet man eine Kirche im romanischen Baustil umrahmt von einfachen Fachwerkhäusern des 18.Jahrhunderts.

Wir befinden uns in der Emssandebene der münsterländischen Bucht an der

Grenze zwischen Ostwestfalen und dem Münsterland südlich des Teutoburger-Waldes.

Schnell erreichen wir auf kleinen asphaltierten Wegen nördlich an Loxten und Knetterhausen vorbei das Dreiländereck.

Das Dreiländereck wird durch einen Findling symbolisiert. Dieser Punkt bildet die Grenze zwischen den Orten Versmold, Bad Laer und Füchtorf.

Geschichtlich war es die Grenze zwischen dem früheren Bistum Münster  mit dem heutigen Ortsteil Füchtorf der Stadt Sassenberg im Landkreis Warendorf, der Grafschaft Ravensberg mit der Stadt Versmold im Kreis Gütersloh und dem Fürstbistum Osnabrück mit der Gemeinde Bad Laer im Kreis Osnabrück.

Alljährlich veranstalten die 3 Grenzorte ein Dreiländerecktreffen. Heute  befinden wir uns hier auf der Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Früher waren es Hannover und Preußen, wovon noch ein alter Grenzstein  zeugt, auf dem die Buchstaben P und H zu lesen sind. Die Grafschaft Ravensberg mit seinem Grenzort Versmold fiel später

an Preußen. Diese Grenze trennte die Menschen auch in konfessioneller Hinsicht : während Füchtorf und Bad Laer überwiegend katholisch waren, blieben Versmold und das gesamte Ravensberger Land bis 1945 rein protestantisch. Man  bezeichnete sich gegenseitig als "Lutterske Bücke" und "katholske Braken".

Bis 1854 wurde an dieser Grenze immer wieder versucht Rohtenfelder Salz zu schmuggeln. Dabei kam es des öfteren zu tödlichen Zwischenfällen mit den bewaffneten Patrouillen der preußischen Zollbehörde an der Staatsgrenze.

In dieser Gegend haben die "Unkemänner", eine Horde wilder Männer in dunklen Nächten ihr Unwesen getrieben.  Im Niemandsland des Dreiländerecks sollen die Nachfahren tatarischer Reiterhorden aus dem 30-jährigen Krieg in primitiven Hütten gewohnt haben. Als Schmuggler und Hehler überfielen sie Reisende bzw. die umliegenden Dörfer wie z.B. Füchtorf.

Wir Radlerfreunde erinnern uns im o.g Zusammenhang auch an Heinrich Johann Schredebäumer (Hein Schreddel), dem Pionier des Bergradfahrens aus Borgholzhausen, der durch Demonstrationen und Verboten getrieben, nach Bad Laer übersiedelte und dort den Unkemännern ein ums andere Mal in die  Quere kam.

http://www.teutoexpress-aktuell.de/Freizeit2006.pdf

- siehe Seite 21 -

Vorbei an Feldern und Wiesen - alle Spargelfelder sind inzwischen abgeerntet; einige sind gerodet, auf anderen ist der Spargel "geschossen" - erreichen wir Füchtorf (Biospargelhöfe sind auch zu finden).

Überraschend entdecken wir an einer Lichtung eine beeindruckende Atlasfigur, die die Weltkugel trägt. Es ist eine 4 m hohe "Sandstein"-Skulptur von 1729 und steht in der Sichtachse zur Doppelschlossanlage Harkotten.

Die beiden Herrenhäuser (von Korff und

Ketteler) sind von einem großzügigem Gräftensystem umgeben. Leider kann man die Anlage nur von außen besichtigen. Zeitweilig wurde das Schloss von Luigi Collani bewohnt, heute befindet sich hier die Designeragentur Sieger.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Harkotten

Im "feinen" Spargeldorf Füchtorf empfiehlt sich eine Besichtigung der Kirche Mariä Himmelfahrt eine neugotische, dreischiffige Hallenkirche.

Am ehemaligen Dorf-Brunnen befindet sich die Skulpturengruppe der

"Unkemänner" mit einer Hinweistafel: "Die Gesichter der Skulpturen sind unkenntlich dargestellt bis auf Eines. Die Unkemänner sind enttarnt und verhaftet" worden. Die Füchtorerf Bürger fürchten sich nun nicht mehr vor den Unkemännern."

Durch eine Heidelandschaft führt die Radtour weiter Richtung

Sassenberg über die Straße "Rippelbaum" vorbei am

Auerochsstein(Bedeutung?) zum Freizeitzentrum Feldmarksee.

Umrahmt von Wochenendhäusern, Campingplätzen und Wald befindet sich bei Sassenberg der Feldmarksee.

Im See befinden sich eine Vogelschutzinsel und zur

östlichen Seite sich ein Badestrand (Sand). Segeln und Tretbootfahren sind ebenfalls möglich. Kleine Kioske und ein Cafe laden zum Baden mit Strandatmosphäre ein.

(Hier sei noch erwähnt, dass bei mehr Zeit natürlich eine Stadtbesichtigung von Sassenberg zu empfehlen ist).

Weiter führt uns der Weg zu 4 weiteren kleinen Seen: Louisensee, Sonnensee, Heidesee und Heidehorstsee. Auch hier sind Badestellen eingerichtet. Die Anlagen sind ebenfalls mit Wochendendhäusern und Campingplätzen ausgestattet (alles schön eingezäunt). Weitere Freizeiteinrichtungen wie ein Minigolfplatz am Heidesee sind vorhanden.

Nun fahren wir am Golfclub Schulten-Hof Peckeloh vorbei, schwenken dann in nördlicher Richtung auf die Strasse "Zum Galgenwasser". An mehreren fleischverarbeitenden Betrieben (Menzefricke, Reinert-Loxten, usw) vorbei, erreichen wir zum Schluß über den

Bockhorster Landweg wieder unseren Ausgangspunkt Bockhorst. Gut 50 Kilometer waren leicht zu radeln und wir erholen uns in Hörste bei "Gerolds" - der Bockhorster Dorfkrug hat Dienstags leider geschlossen.

Klaus und Reinhard , 3.7.2008



Abendroute am Dienstag 26.8.2008.

Eine sehr interessante Radtour führte Klaus und mich von Wellingholzhausen nach Borgloh. Die Strecke hat schon etwas sportlicheren Charakter- siehe Höhenprofil unten.

Von Borgloh ging es nach einer schönen Abfahrt hinauf nach Holte vorbei an der Ruine der ehemaligen Holter Burg zur Holter Kirche mit "Franz-Hecker-Blick".

Hier haben wir uns über die Kirche informiert und einen Text aus Wikipedia über den Künstler Franz Hecker gelesen.

 

Immer wieder waren wir von den wunderschönen Ausblicken in die Landschaft begeistert.

 

Nächstes "Highlight" war die Abfahrt auf der Strecke des Borgloher Bergrennens.

- die ist leicht an den doppelten Leitplancken zu erkennen.

 

Wichtig ist es auf dem Rückweg an der Vessendorfer Str. in den Wakebrink zu fahren. Man kommt dann schnell wieder zur Dissener Str. Ich hatte angesichts der Dämmerung die sehr ungünstige Variante

über den Weg "Auf der Dille" gewählt, was dazu führte, dass wir dann irgendwann im Wald im Dunkeln standen und zunächst nicht den richtigen Weg zum Weiterkommen fanden.

Es war auffallend still; kein Autogeräusch war zu hören. Nur Rehe und Hasen waren in der Dämmerung auf den Lichtungen zu beobachten und eine Fledermaus umschwirrte mich. 

 

Wenn man sich also nicht verfahren will, sollte man die genaue Streckenführung sehr gut dokumentieren und eine gute Karte dabei haben oder besser gleich ein Navi-Gerät zum Einsatz bringen.

 

Es klappte dann doch und über die rasende Abfahrt auf dem Johannisweg und Wakebrink erreichten wir dann  wieder den Ausgangspunkt.

 

Auf jeden Fall hat die ganze Tour mal wieder richtig Spaß gemacht.

 

Reinhard Klatt-Milsmann

R.Klatt-Milsmann@gmx.de

 



Kleine Feierabend Runde.

Besondere Sehenswürdigkeit ist der Luisenturm Nord-Westlich von Borgholzhausen

Der Anstieg ist nicht ohne, aber die Aussicht vom Turm entschädigt.



Unser Startpunkt an diesem Dienstag Abend (1.7.2008) war der Dorfkrug in Bockhorst bei Versmold. Im historischen Kern Bockhorsts findet man eine Kirche im romanischen Baustil umrahmt von einfachen Fachwerkhäusern des 18.Jahrhunderts.

Wir befinden uns in der Emssandebene der münsterländischen Bucht an der

Grenze zwischen Ostwestfalen und dem Münsterland südlich des Teutoburger-Waldes.

Schnell erreichen wir auf kleinen asphaltierten Wegen nördlich an Loxten und Knetterhausen vorbei das Dreiländereck.

Das Dreiländereck wird durch einen Findling symbolisiert. Dieser Punkt bildet die Grenze zwischen den Orten Versmold, Bad Laer und Füchtorf.

Geschichtlich war es die Grenze zwischen dem früheren Bistum Münster  mit dem heutigen Ortsteil Füchtorf der Stadt Sassenberg im Landkreis Warendorf, der Grafschaft Ravensberg mit der Stadt Versmold im Kreis Gütersloh und dem Fürstbistum Osnabrück mit der Gemeinde Bad Laer im Kreis Osnabrück.

Alljährlich veranstalten die 3 Grenzorte ein Dreiländerecktreffen. Heute  befinden wir uns hier auf der Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Früher waren es Hannover und Preußen, wovon noch ein alter Grenzstein  zeugt, auf dem die Buchstaben P und H zu lesen sind. Die Grafschaft Ravensberg mit seinem Grenzort Versmold fiel später

an Preußen. Diese Grenze trennte die Menschen auch in konfessioneller Hinsicht : während Füchtorf und Bad Laer überwiegend katholisch waren, blieben Versmold und das gesamte Ravensberger Land bis 1945 rein protestantisch. Man  bezeichnete sich gegenseitig als "Lutterske Bücke" und "katholske Braken".

Bis 1854 wurde an dieser Grenze immer wieder versucht Rohtenfelder Salz zu schmuggeln. Dabei kam es des öfteren zu tödlichen Zwischenfällen mit den bewaffneten Patrouillen der preußischen Zollbehörde an der Staatsgrenze.

In dieser Gegend haben die "Unkemänner", eine Horde wilder Männer in dunklen Nächten ihr Unwesen getrieben.  Im Niemandsland des Dreiländerecks sollen die Nachfahren tatarischer Reiterhorden aus dem 30-jährigen Krieg in primitiven Hütten gewohnt haben. Als Schmuggler und Hehler überfielen sie Reisende bzw. die umliegenden Dörfer wie z.B. Füchtorf.

Wir Radlerfreunde erinnern uns im o.g Zusammenhang auch an Heinrich Johann Schredebäumer (Hein Schreddel), dem Pionier des Bergradfahrens aus Borgholzhausen, der durch Demonstrationen und Verboten getrieben, nach Bad Laer übersiedelte und dort den Unkemännern ein ums andere Mal in die  Quere kam.

http://www.teutoexpress-aktuell.de/Freizeit2006.pdf

- siehe Seite 21 -

Vorbei an Feldern und Wiesen - alle Spargelfelder sind inzwischen abgeerntet; einige sind gerodet, auf anderen ist der Spargel "geschossen" - erreichen wir Füchtorf (Biospargelhöfe sind auch zu finden).

Überraschend entdecken wir an einer Lichtung eine beeindruckende Atlasfigur, die die Weltkugel trägt. Es ist eine 4 m hohe "Sandstein"-Skulptur von 1729 und steht in der Sichtachse zur Doppelschlossanlage Harkotten.

Die beiden Herrenhäuser (von Korff und

Ketteler) sind von einem großzügigem Gräftensystem umgeben. Leider kann man die Anlage nur von außen besichtigen. Zeitweilig wurde das Schloss von Luigi Collani bewohnt, heute befindet sich hier die Designeragentur Sieger.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Harkotten

Im "feinen" Spargeldorf Füchtorf empfiehlt sich eine Besichtigung der Kirche Mariä Himmelfahrt eine neugotische, dreischiffige Hallenkirche.

Am ehemaligen Dorf-Brunnen befindet sich die Skulpturengruppe der

"Unkemänner" mit einer Hinweistafel: "Die Gesichter der Skulpturen sind unkenntlich dargestellt bis auf Eines. Die Unkemänner sind enttarnt und verhaftet" worden. Die Füchtorerf Bürger fürchten sich nun nicht mehr vor den Unkemännern."

Durch eine Heidelandschaft führt die Radtour weiter Richtung

Sassenberg über die Straße "Rippelbaum" vorbei am

Auerochsstein(Bedeutung?) zum Freizeitzentrum Feldmarksee.

Umrahmt von Wochenendhäusern, Campingplätzen und Wald befindet sich bei Sassenberg der Feldmarksee.

Im See befinden sich eine Vogelschutzinsel und zur

östlichen Seite sich ein Badestrand (Sand). Segeln und Tretbootfahren sind ebenfalls möglich. Kleine Kioske und ein Cafe laden zum Baden mit Strandatmosphäre ein.

(Hier sei noch erwähnt, dass bei mehr Zeit natürlich eine Stadtbesichtigung von Sassenberg zu empfehlen ist).

Weiter führt uns der Weg zu 4 weiteren kleinen Seen: Louisensee, Sonnensee, Heidesee und Heidehorstsee. Auch hier sind Badestellen eingerichtet. Die Anlagen sind ebenfalls mit Wochendendhäusern und Campingplätzen ausgestattet (alles schön eingezäunt). Weitere Freizeiteinrichtungen wie ein Minigolfplatz am Heidesee sind vorhanden.

Nun fahren wir am Golfclub Schulten-Hof Peckeloh vorbei, schwenken dann in nördlicher Richtung auf die Strasse "Zum Galgenwasser". An mehreren fleischverarbeitenden Betrieben (Menzefricke, Reinert-Loxten, usw) vorbei, erreichen wir zum Schluß über den

Bockhorster Landweg wieder unseren Ausgangspunkt Bockhorst. Gut 50 Kilometer waren leicht zu radeln und wir erholen uns in Hörste bei "Gerolds" - der Bockhorster Dorfkrug hat Dienstags leider geschlossen.

Klaus und Reinhard , 3.7.2008



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