Routes in Italia / Sardegna / Alghero
Die Küstenstraße von Alghero nach Bosa wird als Traumabschnitt vermarktet. Das mag zutreffen, doch zwang eine Vollsperrung (wir versuchten vergeblich hindurch zu kommen) zum Umweg übers Hochland. 6km Anstieg mit einer Steigung von 10-14% (knapp 600Hm) stellten lediglich die Eintrittkarte für das folgende Auf und Ab dar. Landschaftlich ist dies eine grandiose Gegend - wenn man sie noch genießen kann. Montresta beeindruckt mit zahlreichen Wandmalereien, Bosa mit einer farbenfrohen Architektur. Wer auf Entspannung hofft, wird enttäuscht, auch "hinter" Bosa folgt ein Anstieg nach dem anderen. Erst in Cuglieri darf gefeiert werden. Es folgt eine schier endlose Abfahrt...
Mit knapp 2000Hm unsere anspruchsvollste Etappe auf Sardinien.
three Lakes tour
Idee für einen Kurzurlaub mit Radtour in Sardinien für dieses Jahr.
Am Meer entlang und Abstecher in die Berge(?).
Incredible panoramic stage, from Alghero's southern coast to Costa Verde. VERY hilly especially the first 50km and the last 15km
Diese Route ist etwas für Bergziegen - mehrere Anstiege verteilen sich über die Strecke, eine ganz zu Beginn.
In Alghero starten wir am Hafen auf Meereshöhe, fahren die Via Cagliari immer geradeaus, bis sie nochmal den Namen wechselt und zur Strada Statale 292 wird.
Als Panoramastraße windet sie sich mehrere Kilometer von Alghero hinauf ins Hinterland - an schönen Tagen mit einer traumhaften Weitsicht auf die Nordwestküste Sardiniens. Man sieht Alghero, Sassari, Capo Caccia - einfach klasse.
Nach Villanova sind es 23 km, meist nur Anstieg, der Ort liegt auf ca. 570 m über dem Meer, einige Ortsteile fast auf 600 m.
Der Ort ist eigentlich ganz niedlich, als Durchreisender wird man beäugt, wer anhält, bekommt Tipps für die Umgebung.
Gleich nach dem Ort ist linker Hand ein Aussichtspunkt, der die Gegend überblickt: den Stausee "Lago di Temo", Moneteleone Rocca Doria, das Naturreservat Monte Minerva.
Vor dem Lago findet sich die Nekropole Puttu Codinu - wer einmal Feenhäuser fast für sich allein besichtigen möchte, ist hier gut bedient - nur wenige Touristen verirren sich hierher. Schade eigentlich.
Nach der Brücke über den Temo geht es rechts ab zum Monte Minerva - definitiv eine eigene Tour wert.
Wer nach dem Anstieg schon wieder klettern will, fahre hinauf nach Monteleone Rocca Doria - die Serpentine kommt schon von unten ins Blickfeld und kostet einige Überwindung. Oben eine tolle Sicht über die Gegend.
Zur Weiterreise biegen wir von der SS 292 nach Romana ab, dort im Dorf rechts Richtung Thiesi. Erst eine Landschaft aus Wiesen und Feldern, kommt dann die Durchfahrt eines Tales und unberührte Berglandschaft. Einsam ist es hier, selbst in der Hauptsaison begegnen einem kaum Autos. In der Nebensaison wird kräftig gejagt.
Eine kleine Bildersammlung zur Strecke findet Ihr in unserem öffentlichen facebook-Fotoalbum.
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