Routes in España / Castilla - Leon / El Burgo Ranero




Die wunderbare Stadt León erscheint nach dem gewaltigen Weg durch die Campos geradezu wie eine Offenbarung. Alte, verwinkelte Gassen, die sich unter Arkaden verkriechen, füllen sich allabendlich mit pulsierendem Leben. Ruhe dagegen findet man in Leóns Herz, der von buntem Licht durchfluteten Kathedrale.


Charakteristik:

Von El Burgo Raneros bis Mansilla de las Mulas folgt man dem Real Camino Francés. Zwischen Mansilla und León verläuft der Camino auf einem wenig attraktiven Feldweg, meist nahe der vielbefahren N 601. Hinter León, in Virgen del Camino, bieten sich zwei Varianten des Fußwegs an. Wir wählen die etwas längere Route, weit ab von Lärm und Gestank, durch eine einsame Steppenund Felderlandschaft. Bis auf die letzten 7,5 km, die einen ordentlich durchschütteln, verläuft der Weg überwiegend auf gepflegten Kieswegen oder Teerstraßen.

 

Wegbeschreibung:

El Burgo Raneros verlassen wir über die Calle Mayor und folgen rechts den Pfeilen zur “Pilgermeile”. Am Ortsausgang kommen wir an einen Tümpel vorbei und radeln wieder schnurgerade durch die eintönige Weite. Nur der Ausblick auf die fernen Picos de Europa bietet etwas Abwechslung. Nach guten 8 km zweigt links eine Landstraße nach Villamarco ab, die wir aber ignorieren. Bald überqueren wir die Eisenbahnlinie León-Palencia und fahren auf dem Real Camino Francés weiter. Nicht mehr ganz 3 km und wir durchqueren Reliegos. Auf unserer Pilgerautobahn überqueren wir noch eine Landstraße, bis kurz vor Mansilla de las Mulas die Chaussee endet. Über einen Kanal erreichen wir durch die Mauerreste des Südtores den Ortskern. Wir überqueren den Rio Esla auf der berühmten mittelalterlichen Brücke und radeln auf der Piste, die links parallel zur N-601 verläuft, bis nach Villamoros. Am Ort vorbei auf der N-601, weiter auf der Piste, die unmittelbar am Rio Porma endet. Gehen Sie nicht ins Wasser, sondern über die Brücke. Sollten Sie die Brücke verfehlen, gehen Sie zurück auf Los. Doch nun zurück in die medias res Jacobis. Auf der Landstraße überqueren wir den Fluß, fahren durch das langgezogene Straßendorf Villarente. Kurz vor dem Ortsausgang folgen wir der Markierung nach rechts auf einen schmalen Weg durch Wiesen. Kurz vor Arcahueja steigt der Weg etwas an. Weiter durch den Ort auf einen Kiesweg, dann bergauf zu einem Friedhof. Nach einem kurzem Gefälle fahren wir links zurück zur N-601 und weiter durch Valdelafuente. Nach einer gefährlichen Abfahrt auf dem linken Seitenstreifen der N-601 zweigen wir (gottlob!) auf einen Kiesweg ab. Er führt uns über eine Fußgängerbrücke und wird später zu einer Teerstraße, die gerade durch Puente Castro geht. Wir erreichen León. Auf einer Fußgängerbrücke überqueren wir den Rio Torio, erreichen nach 800 m einen Kreisverkehr und folgen der Ausschilderung Centro de Ciudad. Am Plaza Santa Ana weisen Pfeile in eine Einbahnstraße, wir aber fahren geradeaus in die Calle Alcade Miguel Castaño, dann rechts in die Avenida Indepencia (Wegweiser zur Catedrale), am Plaza Santo Domingo dann rechts durch die Fußgängerzone zur Kathedrale. Wir verlassen León über die Puente de San Marcos (beim Hostal San Marcos) und folgen den Pfeilen durch die Vorstadt. 2,8 km nach der Puente de San Marcos verlassen wir die vielbefahrene Ausfallstraße und biegen nach rechts auf ein kleines ansteigendes Asphaltsträßchen ab. Immer den Pfeilen nach, gelangen wir vor Virgen del Camino wieder auf die N-120. Kurz vor dem Ortsausgang überqueren wir die N-120. Nach wenigen hundert Metern gabelt sich der Jakobsweg. Die Variante geradeaus führt stets nahe der vielbefahrenen N-120 über Villadangos del Páramo nach Hospital de Órbigo. Wir wählen die landschaftlich reizvollere Route über Fresno del Camino. Hierzu biegen wir links auf einen Feldweg ab, kommen auf einer Teerstraße durch Fresno del Camino und Oncina de la Valdonina. Am Ortsende weiter auf einem Schotterweg und nach einem kurzen Anstieg links auf einen gepflegten Kiesweg, der sich durch die einsame steppenartige Hügellandschaft zieht. Durch Chozas de Abajo und Villar de Mazarife gelangen wir auf eine Asphaltstraße und orientieren uns dann an der Ausschilderung nach Villavante. Nach etwa 6,5 km geht die asphaltierte Straße in einen breiten, steinigen Weg über. In Villavante halten wir uns nach dem ersten Haus rechts, kommen an der Kirche vorbei, überqueren Bahngeleise und zweigen nach links Richtung Hospital de Órbigo ab. Eine Piste führt zunächst noch entlang der Bahnlinie und verläßt sie dann nach rechts in die Felder. Kurz vor Puente de Órbigo führt uns eine Rampe hoch zu einer Brücke, wir kreuzen die Autobahn und halten geradeaus auf unser Ziel zu. Über die große Brücke des Paso Honroso erreichen wir Hospital de Órbigo. Um zum Refugio zu gelangen, folgt man nach der Brücke der Calle Mayor oder fährt nach der Brücke rechts am Ufer des Órbigo entlang durch den Pappelwald zur zweiten Herberge des Ortes.

 

Stoeppel Reiseführer: Der Jakobsweg

Auszug aus: Stöppel Freizeitführer 983: Der Jakobsweg, Mit dem Rad von Pamplona nach Santiago de Compostela. Autoren: Christina Brugger und Alexandra Fritschi, 176 Seiten, farbige Abbildungen und Karten, 12,2 x 20 cm, ISBN 978-3-89987-983-X, Preis 15,80 EUR

Der Radwanderführer enthält neben ausführlichen Wegbeschreibungen, ausführliches Kartenmaterial und Stadtpläne, Infoblöcke mit wichtigen Informationen, Adressen und Telefonnummern, Übernachtungsmöglichkeiten, Kulturhistorische Kurzexkursionen zu den jeweiligen Orten und Wegabschnitten, Tipps zur Reisevorbereitung und ein spanisches Wörterbuch für Fahrradzubehör.



Die wunderbare Stadt León erscheint nach dem gewaltigen Weg durch die Campos geradezu wie eine Offenbarung. Alte, verwinkelte Gassen, die sich unter Arkaden verkriechen, füllen sich allabendlich mit pulsierendem Leben. Ruhe dagegen findet man in Leóns Herz, der von buntem Licht durchfluteten Kathedrale.


Charakteristik:

Von El Burgo Raneros bis Mansilla de las Mulas folgt man dem Real Camino Francés. Zwischen Mansilla und León verläuft der Camino auf einem wenig attraktiven Feldweg, meist nahe der vielbefahren N 601. Hinter León, in Virgen del Camino, bieten sich zwei Varianten des Fußwegs an. Wir wählen die etwas längere Route, weit ab von Lärm und Gestank, durch eine einsame Steppenund Felderlandschaft. Bis auf die letzten 7,5 km, die einen ordentlich durchschütteln, verläuft der Weg überwiegend auf gepflegten Kieswegen oder Teerstraßen.

 

Wegbeschreibung:

El Burgo Raneros verlassen wir über die Calle Mayor und folgen rechts den Pfeilen zur “Pilgermeile”. Am Ortsausgang kommen wir an einen Tümpel vorbei und radeln wieder schnurgerade durch die eintönige Weite. Nur der Ausblick auf die fernen Picos de Europa bietet etwas Abwechslung. Nach guten 8 km zweigt links eine Landstraße nach Villamarco ab, die wir aber ignorieren. Bald überqueren wir die Eisenbahnlinie León-Palencia und fahren auf dem Real Camino Francés weiter. Nicht mehr ganz 3 km und wir durchqueren Reliegos. Auf unserer Pilgerautobahn überqueren wir noch eine Landstraße, bis kurz vor Mansilla de las Mulas die Chaussee endet. Über einen Kanal erreichen wir durch die Mauerreste des Südtores den Ortskern. Wir überqueren den Rio Esla auf der berühmten mittelalterlichen Brücke und radeln auf der Piste, die links parallel zur N-601 verläuft, bis nach Villamoros. Am Ort vorbei auf der N-601, weiter auf der Piste, die unmittelbar am Rio Porma endet. Gehen Sie nicht ins Wasser, sondern über die Brücke. Sollten Sie die Brücke verfehlen, gehen Sie zurück auf Los. Doch nun zurück in die medias res Jacobis. Auf der Landstraße überqueren wir den Fluß, fahren durch das langgezogene Straßendorf Villarente. Kurz vor dem Ortsausgang folgen wir der Markierung nach rechts auf einen schmalen Weg durch Wiesen. Kurz vor Arcahueja steigt der Weg etwas an. Weiter durch den Ort auf einen Kiesweg, dann bergauf zu einem Friedhof. Nach einem kurzem Gefälle fahren wir links zurück zur N-601 und weiter durch Valdelafuente. Nach einer gefährlichen Abfahrt auf dem linken Seitenstreifen der N-601 zweigen wir (gottlob!) auf einen Kiesweg ab. Er führt uns über eine Fußgängerbrücke und wird später zu einer Teerstraße, die gerade durch Puente Castro geht. Wir erreichen León. Auf einer Fußgängerbrücke überqueren wir den Rio Torio, erreichen nach 800 m einen Kreisverkehr und folgen der Ausschilderung Centro de Ciudad. Am Plaza Santa Ana weisen Pfeile in eine Einbahnstraße, wir aber fahren geradeaus in die Calle Alcade Miguel Castaño, dann rechts in die Avenida Indepencia (Wegweiser zur Catedrale), am Plaza Santo Domingo dann rechts durch die Fußgängerzone zur Kathedrale. Wir verlassen León über die Puente de San Marcos (beim Hostal San Marcos) und folgen den Pfeilen durch die Vorstadt. 2,8 km nach der Puente de San Marcos verlassen wir die vielbefahrene Ausfallstraße und biegen nach rechts auf ein kleines ansteigendes Asphaltsträßchen ab. Immer den Pfeilen nach, gelangen wir vor Virgen del Camino wieder auf die N-120. Kurz vor dem Ortsausgang überqueren wir die N-120. Nach wenigen hundert Metern gabelt sich der Jakobsweg. Die Variante geradeaus führt stets nahe der vielbefahrenen N-120 über Villadangos del Páramo nach Hospital de Órbigo. Wir wählen die landschaftlich reizvollere Route über Fresno del Camino. Hierzu biegen wir links auf einen Feldweg ab, kommen auf einer Teerstraße durch Fresno del Camino und Oncina de la Valdonina. Am Ortsende weiter auf einem Schotterweg und nach einem kurzen Anstieg links auf einen gepflegten Kiesweg, der sich durch die einsame steppenartige Hügellandschaft zieht. Durch Chozas de Abajo und Villar de Mazarife gelangen wir auf eine Asphaltstraße und orientieren uns dann an der Ausschilderung nach Villavante. Nach etwa 6,5 km geht die asphaltierte Straße in einen breiten, steinigen Weg über. In Villavante halten wir uns nach dem ersten Haus rechts, kommen an der Kirche vorbei, überqueren Bahngeleise und zweigen nach links Richtung Hospital de Órbigo ab. Eine Piste führt zunächst noch entlang der Bahnlinie und verläßt sie dann nach rechts in die Felder. Kurz vor Puente de Órbigo führt uns eine Rampe hoch zu einer Brücke, wir kreuzen die Autobahn und halten geradeaus auf unser Ziel zu. Über die große Brücke des Paso Honroso erreichen wir Hospital de Órbigo. Um zum Refugio zu gelangen, folgt man nach der Brücke der Calle Mayor oder fährt nach der Brücke rechts am Ufer des Órbigo entlang durch den Pappelwald zur zweiten Herberge des Ortes.

 

Stoeppel Reiseführer: Der Jakobsweg

Auszug aus: Stöppel Freizeitführer 983: Der Jakobsweg, Mit dem Rad von Pamplona nach Santiago de Compostela. Autoren: Christina Brugger und Alexandra Fritschi, 176 Seiten, farbige Abbildungen und Karten, 12,2 x 20 cm, ISBN 978-3-89987-983-X, Preis 15,80 EUR

Der Radwanderführer enthält neben ausführlichen Wegbeschreibungen, ausführliches Kartenmaterial und Stadtpläne, Infoblöcke mit wichtigen Informationen, Adressen und Telefonnummern, Übernachtungsmöglichkeiten, Kulturhistorische Kurzexkursionen zu den jeweiligen Orten und Wegabschnitten, Tipps zur Reisevorbereitung und ein spanisches Wörterbuch für Fahrradzubehör.



This page in: