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Jura-Radmarathon mit RMCD - Marathon des SV Lupburg 1959 e.V. - 206 km Strecke

206 km Distance
1,520 m Ascent
1,520 m Descent

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Jura-Radmarathon -  206 km Streck

 RMCD-Marathon des SV Lupburg 1959 e.V.

Alle weiteren Hinweise zu dieser Strecke   -> hier anklicken

 

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Jura-Radmarathon in Lupburg/Oberfranken am 10.06.2016: Man sieht keine 300m weit, als ich im Matrazenlager der Turnhalle wach werde. Auch nachdem es hell wurde, besserte sich nichts daran. Bei der Fahrt zum Start wurde mein Windstopper schon richtig feucht, obwohl wir bis dahin die 900 m nur bergab rollten. Die Einschreibung ging um 5 Uhr sehr flott und das anschließende Frühstück sorgte für die richtige Grundlage. Um 05:26 Uhr hatten wir unsern Startstempel und ich sah Franz Hieber in der Folge zu, wie er fährt. Auf den ersten 65 km war ich wirklich mehrfach der Meinung, am dieser Stelle sind wir eben schon mal vorbeigefahren. Aber meine GPS-Aufzeichnung erzählte mir zuhause, es kann dann doch nicht sein. Erst als wir die ersten Anstiege und Hügel passieren, schien etwas die Sonne durch den Nebel. Bei km 18 passierten wir den höchstgelegenen Punkt der gesamten Route. In Wenigumstadt hatte ich die Kamera auf dem Helm und war unterwegs sicher, das werden tolle Aufnahmen. Und? Nix wars. Nicht eine Aufnahme vorhanden. Also die Woche über getestet und die Kamera am Lenker montiert, damit ich die Anzeigen sehen kann. Ich hatte nun bestimmt 20 Einstellungen aufgezeichnet, mit Franz vor mir, der Sonne und dem Nebel. Dazwischen Zwiebeltürme auf dem Hügel, die aus dem Nebel ragen. Einfach tolle Motive und Situationen. Und wenn die Videos verwackelt sind, so kann ich immer noch ein Standbild draus machen. Für FB reicht das immer. Bei km 36 wurden wir das erste Mal überholt. Und wer war das? Christof Schneider, der mit seinem neuen Renner unterwegs ist und welches fast von selbst fährt. Was so ein bisschen Elektrik am Rad und ein Akku alles ausmacht. Christof hat nur einen, ich habe ja seit diesem Jahr gleich 4 Akkus mit dabei. An der 1. Kontrollstelle bei km 41 in Hohenburg waren dann aber auch die ersten schnellen Gruppen um uns herum. Es dauerte noch bis km 67, bis die erste nennenswerte Steigung am Stück vor uns lag. Nach den 3,5 km fuhr ich in Raitenbuch an das dort gelegene Wasserdepot, um mich dort in Ruhe der Kleidungsstücke zu entledigen, die auf dem Höhenzug nicht mehr benötigt werden . An der nächsten Kontrolle in Rechberg (km 78) war dann richtig viel Betrieb, was aber kein Problem war. Sehr gute und reichliche Verpflegung an allen Kontrollstellen und räumlich gut eingerichtet, dass es nirgendwo Staus gibt. Ab hier nehmen die Wellen im Gelände stetig zu. Damit man nicht nur in die Ferne blicken muss, zeigt man uns im Tal auch einen Teil der Stadt Laaber, um uns dann direkt wieder übern nächsten Hügel und ohne großen Umweg ins Naabtal hinabzustürzen. Hier will man mit den Flussschleifen Eindruck machen. Man denkt an nichts Böses und geniest die Ruhe, da schaltet Franz bereits mehrere Gänge runter. Nach der Kurve (km 105) steht man nämlich sofort in der nächsten Steigung bei 11% still, wenn man nicht mit dem Herunterschalten fertig ist. Mit einstelliger Geschwindigkeit spule ich hier und alle weiteren Steigungen des Tages ab. Bei den Abfahrten mache ich mir die Hangabtriebskraft zu Nutzen und hole Franz meist wieder ein. Ab Hemau bleiben wir für 12 km auf dem Höhenzug, bis wir die Kontrolle 3 in Langenthonhausen erreichen.  

Bärbel und Berthold erreichen gleich nach mir den Kontollpunkt. Letzte Möglichkeit noch auf die 156 km-Runde zu wechseln. Bärbel und Franz meinen: der Marathon beginnt erst ab hier und es wird schwer. Stimmt, schreibe ich heute. Aber ich fahre ja nicht so weit, um dann nur die kleine Runde zu drehen. 😎 Über Landstraßen gehts zunächxt 9 km durch mehrere Orte und dann sollen wir mal wieder ins Tal. Wer möchte, darf sich unten bei Dietfurt die Altmühl und den Main-Donau-Kanal anschauen. Uns schickt man aber gleich die nächste Möglichkeit wieder hinauf. Hier im Anstieg hat jemand einen Plattfuß. Und ich habe nur diesen einen Plattfuß auf der Tour mitbekommen. Die Straßen sind außerhalb der Orte excellent, in den Ortschaften nicht ganz immer so, aber schlaglochfrei. Gut für die nächste Abfahrt, die mal wieder mit über 70 km/h genommen wird. Einmal um den Ort herum, heißt es für mich den Rettungsring aufzulegen. Die Sonne strahlt und heizt. Da aber alle um mich herum genauso hinaufkämpfen, finde ich es nur anstrengend. Oben gibt es ja wieder reichlich Nachschub. An der Kontrolle 4 schreibt man, es sind noch 55 km und 800 Höhenmeter bis ins Ziel. Na klasse Hatte ich doch im Gefühl, das da maximal noch 50 bis 80 hm zum Gesamtanstieg übrigbleiben.  Bis ins Ziel geht die Fahrt übertrieben wellig dahin. Franz meint: das ist dein Terrain. Mit enorm viel Schwung durch die Senke, um dann im Gegenanstieg möglichst wenig und lange mit Schwung. Aber bei diesem Terrain ist es schon frustrierend, wie rasend schnell man von 65 km/h auf satte 6 km/h ausgebremst wird. Das ist quasi Stillstand. Gerade mal Zeit, um runterzuschalten. Noch viermal durch ein Tal und dabei gibt es noch 2 heftige Passagen mit über 12% rauf wie runter. Von Westen zieht eine Regenfront heran und wir bewegen uns immer noch eher parallel dazu. Als dann in Wettberg endlich die Fahrtrichtung gen Lupburg wechselt, tröpfelt es leicht. Wie schnell man auf einmal fahren kann, wenn man vor der Dusche nicht nass werden will. Als es nach Oberbuchfeld hinauf geht, habe ich Franz fast eingeholt. Er erzählte später, er hat zuvor an einem Abzweig zu einer Straße in den Wald, wo man den Pfeil auf dem Radweg hätte übersehen können gewartet. Und dann kam ich lange nicht und rollte langsam weiter talwärts. Aber alles gut. An den 13.5% sah ich ihn nur im Wiegetritt nach oben wegfahren. Ich bleibe aber ruhig sitzen, denn sonst komme ich ja sicher überhaupt  nicht an. Machte ich doch bisher alle Räder kaputt, wenn ich nicht im Sattel sitzen bleibe. Bin auf der ganzen Tour zweimal richtig aus dem Sattel gegangen, aber nur um die Sitzposition grob zu ändern und setze mich noch während einer Pedalumdrehung sicherheitshalber gleich wieder. Und ich würde so gerne in den Wiegetritt...Oben angekommen, ist von Franz nichts mehr zu sehen. Also weiter vor dem Regen flüchten. Aber die Front hat eine andere Richtung und so bleiben wir verschont. Die letzte Kontrolle ist recht kurz vor dem Ziel, aber dennoch dringend notwendig. Die Flaschen müssen aufgefüllt werden. Wir nehmen gemeinsam ein Glas Weizen zu uns, was man uns hier gerne ausschenkt. An der letzten Steigung nach Parsberg, die zwischendurch nochmal mit 10% im Wege stand und nicht enden wollte, habe ich die Kamera von der Lenkerstange auf den Helm geclipst. Und was soll ich schreiben: Es sind ab hier ins Ziel später die einzigen Aufnahmen, die auf der Speicherkarte zu finden sind. Nach der Sportplatzrunde ins Ziel wird die Wertungskarte abgeholt und nach dem obligatorischen Weizen (alkoholfrei natürlich!) gleich zum Duschen geradelt. Die 208 km mit 2645 hm wurden laut Tacho mit einem Schnitt von 21,7 in 9,5 Stunden gefahren und den insgesamt 60 Minuten Pause. Wir verabschieden uns noch von Bärbel, Berthold, essen noch etwas im Zielbereich und machen uns recht bald auf die Autobahn. Danke an Franz Hieber, daß ich zusehen, vorher und später im Auto mitfahren durfte. Und an die Veranstalter, wo ein gesamter Ort zum Helfen anwesend zu sein scheint.

Hier meine Tour nochmal: http://www.bbbdok.selfhost.me:7888/rtf/rtfblatt.jsp?bmid=4464807


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