Jubiläumsplatz Mettmann - Neanderthalmuseum

Eine Fahrradroute, die in Ratingen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland beginnt.

Übersicht

Über diese Route

Der Mauspfad gehört zu den Altstraßen und historischen Handelswegen im Rheinland.Neben den Alten Kölnischen Landstraßen war er ein Teil des mittelalterlichen rechtsrheinischen Wegenetzes. Der Mauspfad verband den Rheingau über Limburg an der Lahn, Altenkirchen, Siegburg, Köln-Dünnwald, Opladen, Langenfeld und Hilden mit Duisburg, wo er den Hellweg erreichte.Den Mauspfad darf man sich nicht als eine Straße im heutigen Sinn vorstellen, vielmehr war er ein Weg, der durch vielfaches Begehen und teils durch Pflegemaßnahmen, etwa das Schneiden des Unterholzes, freigehalten wurde. Für solche Pflegemaßnahmen wurde an Zollhäusern Maut erhoben. Trotz seiner geringen Breite spielte der Weg mutmaßlich eine große Rolle in der früheisenzeitlichen Erschließung der rechtsrheinischen Heideterrasse; er war möglicherweise sogar der Hauptweg, über den südländische Kultur in den Norden vordrang. Zur Hansezeit bildete der Mauspfad den rheinischen Teil des wichtigen Verkehrsweges zwischen Köln, Essen, Dortmund und Soest und weiter in Richtung Hamburg, Bremen und Lübeck.Der Name des Weges hat vermutlich nichts mit Mäusen zu tun, auch wenn im Mittelalter Waren zur Umgehung von Steuern, Zoll und Maut um Köln herum „wie von Mäusen“ geschmuggelt worden sein sollen. Die Vermutung, dass Maus sich vom Wort Maut = Wegezoll ableiten könnte, hat Anhänger. In diesem Zusammenhang wird gerne der Binger Mäuseturm angeführt, der ein Mautturm im Rhein gewesen ist. Aus den Überlegungen zur Verbindung mit Maut leitet sich zum Teil sogar die Auffassung ab, der Mauspfad sei eine alte Zollgrenzlinie. Mancher interpretierte deshalb schon den Mautpfad als einen Grenzweg des Römischen Reiches und es wurde darüber hinaus sogar vermutet, der Mauspfad wäre die Fortsetzung des römischen Limes.An Gewicht verlieren diese Deutungen jedoch, wenn sprachlich von einer Verwandtschaft von Maus = Moos = Moor ausgegangen wird. Es besteht möglicherweise eine sprachliche Verbindung von Moos, Muus, Morast und Sumpf (benannte Beispiele aus Süddeutschland: Erdinger Moos, Dachauer Moos, Schwenninger Moos). Auch das Wort Miselohe, Name eines bergischen Amtes (Amt Miselohe) an der Niederwupper, dürfe in die Überlegungen mit einbezogen werden. Nach dem Grimm'schen Wörterbuch leitet sich mise vom althochdeutschen mios ab, welches im Mitteldeutschen zu mies = Moos und Moor wurde. In Verbindung mit Lohe = Wald ergebe sich die Bedeutung Sumpfwald. Und für eben den Mauspfad als einen Weg durch einen Sumpfwald spräche gleichfalls der Verlauf auf langer Strecke durch ehemalige Feuchtgebiete.Im Hochmittelalter gab der Mauspfad sogar dem gesamten Landstrich seinen Namen. So hieß es im Jahre 1289: „Musipad, dat is dat lant in dat velt...“. Aus der Bezeichnung Dat lange Velt hat sich in späterer Zeit der Name Langenfeld entwickelt. In vielen Städten entlang des einstigen Mauspfades lassen sich noch heute Straßen- und Wegebezeichnungen mit den Namen Mauspfad oder Mautpfad finden. - Der Mauspfad gehört zu den Altstraßen und historischen Handelswegen im Rheinland.Neben den Alten Kölnischen Landstraßen war er ein Teil des mittelalterlichen rechtsrheinischen Wegenetzes. Der Mauspfad verband den Rheingau über Limburg an der Lahn, Altenkirchen, Siegburg, Köln-Dünnwald, Opladen, Langenfeld und Hilden mit Duisburg, wo er den Hellweg erreichte.Den Mauspfad darf man sich nicht als eine Straße im heutigen Sinn vorstellen, vielmehr war er ein Weg, der durch vielfaches Begehen und teils durch Pflegemaßnahmen, etwa das Schneiden des Unterholzes, freigehalten wurde. Für solche Pflegemaßnahmen wurde an Zollhäusern Maut erhoben. Trotz seiner geringen Breite spielte der Weg mutmaßlich eine große Rolle in der früheisenzeitlichen Erschließung der rechtsrheinischen Heideterrasse; er war möglicherweise sogar der Hauptweg, über den südländische Kultur in den Norden vordrang. Zur Hansezeit bildete der Mauspfad den rheinischen Teil des wichtigen Verkehrsweges zwischen Köln, Essen, Dortmund und Soest und weiter in Richtung Hamburg, Bremen und Lübeck.Der Name des Weges hat vermutlich nichts mit Mäusen zu tun, auch wenn im Mittelalter Waren zur Umgehung von Steuern, Zoll und Maut um Köln herum „wie von Mäusen“ geschmuggelt worden sein sollen. Die Vermutung, dass Maus sich vom Wort Maut = Wegezoll ableiten könnte, hat Anhänger. In diesem Zusammenhang wird gerne der Binger Mäuseturm angeführt, der ein Mautturm im Rhein gewesen ist. Aus den Überlegungen zur Verbindung mit Maut leitet sich zum Teil sogar die Auffassung ab, der Mauspfad sei eine alte Zollgrenzlinie. Mancher interpretierte deshalb schon den Mautpfad als einen Grenzweg des Römischen Reiches und es wurde darüber hinaus sogar vermutet, der Mauspfad wäre die Fortsetzung des römischen Limes.An Gewicht verlieren diese Deutungen jedoch, wenn sprachlich von einer Verwandtschaft von Maus = Moos = Moor ausgegangen wird. Es besteht möglicherweise eine sprachliche Verbindung von Moos, Muus, Morast und Sumpf (benannte Beispiele aus Süddeutschland: Erdinger Moos, Dachauer Moos, Schwenninger Moos). Auch das Wort Miselohe, Name eines bergischen Amtes (Amt Miselohe) an der Niederwupper, dürfe in die Überlegungen mit einbezogen werden. Nach dem Grimm'schen Wörterbuch leitet sich mise vom althochdeutschen mios ab, welches im Mitteldeutschen zu mies = Moos und Moor wurde. In Verbindung mit Lohe = Wald ergebe sich die Bedeutung Sumpfwald. Und für eben den Mauspfad als einen Weg durch einen Sumpfwald spräche gleichfalls der Verlauf auf langer Strecke durch ehemalige Feuchtgebiete.Im Hochmittelalter gab der Mauspfad sogar dem gesamten Landstrich seinen Namen. So hieß es im Jahre 1289: „Musipad, dat is dat lant in dat velt...“. Aus der Bezeichnung Dat lange Velt hat sich in späterer Zeit der Name Langenfeld entwickelt. In vielen Städten entlang des einstigen Mauspfades lassen sich noch heute Straßen- und Wegebezeichnungen mit den Namen Mauspfad oder Mautpfad finden.

2:13 h
Dauer
36,4 km
Distanz
343 m
Aufstieg
340 m
Abstieg
16,5 km/h
Ø-Tempo
181 m
Max. Höhe
Dieter Wilke

Erstellt vor 1 Monat

Routenqualität

Wegtypen und Untergründe entlang der Route

Wegtypen

  • Ruhige Straße

    9,8 km

    27 %

  • Forst- / Feldweg

    5,8 km

    16 %

  • Pfad

    4,7 km

    13 %

Untergründe

Befestigt

28,8 km

(79 %)

Unbefestigt

4,4 km

(12 %)

  • Asphalt

    27,7 km

    76 %

  • Loser Schotter

    2,5 km

    7 %

  • Schotter

    1,8 km

    5 %

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