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Vennbahn

124 km Distanz
830 m Aufstieg
590 m Abstieg

(1 Bewertung)
Mit der ehemaligen Bahnstrecke hielt in der Vergangenheit der Wohlstand Einzug in den einzigartigen Natur- und Kulturraum im deutsch-belgischen Grenzgebiet inmitten Europas. Die Vennbahn überstand in all den Jahren so manche Laune der Geschichte und war dabei selbst Bestandteil zahlreicher Geschichten. Heute sind die Weichen für eine neue Ärea gestellt. Kalter Stahl und dunkle Bahnschwellen sind gewichen und haben den Weg frei gemacht für entspannte Rad- und Wandertouren entlang dieses grünen Weges. Erleben Sie die 125 Kilometer lange Vennbahn und begeben Sie sich anhand der "Vennbahn-Stories" auf eine Spurensuche, gefüllt mit Annekdoten und Eigenheiten der Region. Die Vennbahn zwischen Aachen und Troisvierges im Norden Luxemburgs, mit dem einmaligen Hochmoor Hohes Venn dazwischen, zählt mit ihren 125 Kilometern zu den längsten Bahntrassenwegen in Europa. Sie steht geradezu symbolhaft für ein Stück Europa, wo der Pulsschlag von Entwicklungen des Kontinents immer besonders zu verspüren war. Ursprünglich eine Verbindung zwischen Kohlerevieren im Norden und Stahlhütten im Süden, dann Schlagader in der Konliktzone zweier Weltkriege, danach in Vergessenheit geraten, um heute als einer der „grünen Wege Europas“ neu zu erwachen und die grenzüberschreitende Region mit Leben zu füllen. Die Vennbahn kennt viele Geschichten! Erleben Sie auf der Vennbahn, vielseitige Kultur- und Naturlandschaften, spannende Geschichten zur Vennbahn sowie das ganz besondere Grenzflair der Route. Kulturlandschaft Sanft gewellte Hügel, mit Hecken besetzte Grünlandflächen, aber auch Heidelandstriche, glucksende Wasserläufe und stille Talsperren, ein Nebeneinander von traditioneller Baukultur und moderner Architektur - wie wohl auf wenigen Radrouten prägen dichte kulturräumliche Reize das Rad-Erlebnis Vennbahn. Dieser Landschaftsgenuss lässt die Herzen höher schlagen. Die Landschaftsräume kennen keine Landesgrenzen, die Grenzen zwischen Eifel und Ardennen waren schon immer grün. Das Hohe Venn ist Belgiens größtes Naturschutzgebiet, Hochmoore prägen sein Landschaftsbild. Damit ist es ein natürlicher Wasserspeicher und Quellgebiet für zahlreiche Bäche und Flüsse, die immer wieder zum erquickenden Verweilen auf der Radtour einladen .Im starken Kontrast zur kargen Heidelandschaft prägen stolze Hecken die Landschaft zu Füßen des Hohen Venns um Monschau als auch um Robertville und Weywertz. Diese meterhohen beeindruckenden Hecken schützen in der kalten Jahreszeit Haus und Flur vor den rauen atlantischen Winden. Eine reizvolle dichte Abfolge von unterschiedlichen Landschaftsimpressionen bietet das etwas milder gestimmte Ourtal im Süden. Sanft gewellte Hochflächen wechseln sich mit engen Tälern ab. Damit wird das Landschaftserlebnis auf der Vennbahn-Radroute eindrucksvoll abgerundet. Vennbahn Nur mehr wenige aufgelassene Bahnhöfe wie jene in Raeren, Walheim oder Sourbrodt lassen heute eine Ahnung vom einstigen Betrieb an der Vennbahn aufkommen. Längst abgestellte Waggongarnituren und erstarrte Signalanlagen sind nur mehr stumme Zeugen einer großen Vergangenheit. An einigen ehemaligen Bahnhöfen vermitteln Ausstellungen und Bahnrelikte Geschichte und Geschichten zur Vennbahn. Und statt den Zügen rollen nun Fahrräder auf der neu bedeckten Trasse. Lange diente die Vennbahn als wichtige Verbindung zwischen den Kohlenrevieren im Aachener Raum und den Hütten in Luxemburg und Lothringen. 1882 wurde mit dem Bau begonnen, 1889 wurde der Betrieb auf der gesamten Strecke zwischen den Bahnhöfen Aachen-Rothe Erde und Ulflingen, heute Troisvierges, aufgenommen. In einer Notiz aus dem Jahre 1910 ist zu entnehmen, dass damals täglich 50 Züge hin und her fuhren. Kurioserweise wurde die Vennbahn just im Venn als „Bimmelbahn“ bezeichnet, da der Lokführer vor Kreuzen der zahlreichen Übergangswege zur Streu- und Torfgewinnung das Läutewerk betätigen musste. Diese Töne sind längst verklungen. Nachzuhören sind so manche Vennbahn-Klänge noch in der Bahnhofsvision von Kornelimünster, ein zu einem Restaurant mutierter Bahnhof. Schon genauer hinhören muss man auf die Akustik des Stellwerks am Bahnhof Walheim, wenn dieses bei Führungen der Eisenbahnfreunde Grenzland in Bewegung kommt. Sehr anschaulich wird die Geschichte der Vennbahn am Standort ihres einstmals bedeutendsten Bahnhofs St. Vith vermittelt, im „Museum Zwischen Venn und Schneifel“ ist ihr eine ganze Etage gewidmet. Grenzflair Ländergrenzen haben sich in Europa wesentlich verändert, lediglich Tafeln signalisieren auf den ersten Blick das Passieren eines anderen Territoriums, Länder- und Ortstafeln oder auch Nummernschilder an Fahrzeugen. Das Flair der Grenzlandstriche erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick und beim zweiten Hinhören. Deutsch ist die Mehrheitssprache für die Bewohner entlang der Vennbahn. Auf halbem Abschnitt wird jedoch Französisch als Amtssprache verwendet und Wallonisch als romanischer Dialekt gepflegt. In Luxemburg kultivieren die Bewohner des Großherzogtums ihr „Lëtzebuergesch“ als moselfränkische Sprachvarietät. Sprachen und Dialekte deuten daraufhin, dass die Menschen entlang der Vennbahn immer wieder zahlreichen Grenzänderungen ausgesetzt waren. Nach dem ersten Weltkrieg wurden 1921 mit der Vennbahntrasse international abgesegnete Grenzverhältnisse geschaffen. Sie war nun ab Raeren belgisches Hoheitsgebiet, durchquerte aber mehrere Male deutsches Territorium, auf 35 Kilometern gar elf Mal. Derartige Grenzverhältnisse reizen geradezu zu einem Katz-und-Maus-Spiel. Wie kurios muss dieses Spiel einst zwischen Schmugglern und Zöllnern gewesen sein. Geschichten dazu erfahren Radgäste bald einmal in Grenzortschaften wie in der einstigen Schmugglerhochburg Mützenich oder an der Enklave Ruitzhof. Oder auch Schilderungen vom Gasthaus am Grenzübergang von Burg Reuland nach Lützkampen, dort trennte die Staatsgrenze Gaststube und Küche, letztere war auf belgischem Gebiet. Heute verführt die Gastronomie zu Grenzerfahrungen im positivsten Sinne - hier Regionalküche aus der Eifel, dort belgische Kulinarik. Highlights entlang der Strecke: Aachener Dom Historische Alstadt Aachen Couven Museum Domschatzkammer Historischer Ortskern Kornelimünster mit Reichsabtei Rollefbachviadukt mit Ausblick ins Butterländchen Bahnhof und Stellwerk Walheim (Führungen möglich) Töpfereimuseum Raeren Hohes Venn Bauernmuseum Lammersdorf historische Altstadt Monschau Rotes Haus Monschau Viadukt Reichenstein Kloster Reichenstein Naturparkzentrum Botrange Signal de Botrange (höchste Erhebung Belgiens, 694 m) Bahnhof Sourbrodt Stausee Bütgenbach Viadukte Weywertz Born St. Vith (Heimatmuseum, Stadtführungen) Tunnel bei Lommersweiler idyllisches Ourtal Ourtalviadukt Burg Reuland (Burg, Museum) Europadenkmal Ouren

5,0
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