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NR666 – Kultur und Bergbau in Kamp-Lintfort

36 km Distanz
90 m Aufstieg
88 m Abstieg

(3 Bewertungen)

Wir beginnen unsere Tour im Ortsteil Kamp, der oft auch als „Altstadt“ von Kamp-Lintfort bezeichnet wird. Zumindest ist er jedoch mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster Kamp das geistliche und kulturelle Zentrum der Stadt. Die Wurzeln des Klosters reichen zurück bis ins 12. Jh. Heute ist das Kloster Kamp mit seinen historischen Bauten und prächtigen Gartenanlagen (Barockgarten, Terrassengarten und Kräutergarten) ein architektonisches Kleinod. Ganz in seiner Nähe befinden sich Reste der Fossa Eugenia, einem nie fertiggestellten Kanal zwischen Rhein und Maas aus der Zeit des Spanisch-Niederländischen Krieges im 17. Jh.

Wir verlassen das Kloster Kamp in nördlicher Richtung und durchqueren ein kurzes Waldstück. Dann bewegen wir uns in östlicher Richtung vorbei an Feldern und Weiden und haben von dort bereits einen interessanten Blick auf das erste Bergbaurelikt, den Förderturm der ehemaligen Schachtanlage Rossenray. Wenig später erreichen wir den Innenstadtbereich von Kamp-Lintfort und passieren das neue Rathaus. Nach Durchquerung der Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Geschäften gelangen wir zur Zechensiedlung Friedrich-Heinrich, die Anfang des 20. Jh. entstand und heute eine der größten erhaltenen Arbeitersiedlungen Europas ist. Neben dem Kloster Kamp ist diese Siedlung quasi die zweite Keimzelle der heutigen Stadt Kamp-Lintfort. Von der Ringstraße aus haben wir einen guten Ausblick auf die erhaltenen Gebäude der Schachtanlage Friedrich-Heinrich 1/2. Ein Großteil der Fläche des Bergwerk West wird in diesem Jahr für die Landesgartenschau NRW 2020 (17.04.-11.10.2020) vorbereitet.

Wir verlassen Kamp-Lintfort und erreichen wenig später das Umland von Neukirchen-Vluyn. Hier stoßen wir auf die Halde Norddeutschland. Eine 350 Stufen zählende Treppenanlage, die „Himmelsleiter“ führt uns auf den Gipfel der Halde. Die Mühen des Aufstiegs lohnen sich in jedem Fall, denn der Ausblick über weite Teile des Ruhrgebiets und die Ausläufer des Bergischen Landes ist atemberaubend.

Nach unserem Aufstieg auf die Halde besteigen wir wieder unsere Räder und durchfahren den Norden der Stadt Neukirchen-Vluyn in westliche Richtung. Wir stoßen als nächstes auf Schloss Bloemersheim in idyllischer Lage am Nieper Altrheinarm. Hier beginnt das Naturschutzgebiet „Hacksteinkuhlen“, eine Ansammlung mehrerer eiszeitlicher Seen. Wir folgen den Seen, die wir oft nur hinter üppigem Baumbestand erahnen können.

Mehr oder weniger erahnen können wir auch die Reste der Fossa Eugenia am Fuße des Dachsberges, kurz bevor wir den Ausgangspunkt unserer Radtour, das Kloster Kamp, erreichen.


5,0
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