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Bayr. Hessische Grenzfahrt mit RMCD - Marathon des RSV 1896 Wenigumstadt e.V. - 205 km Strecke

202 km Distance
2,050 m Ascent
2,050 m Descent

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Bayr. Hessische Grenzfahrt -  205 km Strecke

 RMCD-Marathon des RSV 1896 Wenigumstadt e.V.

Alle weiteren Hinweise zu dieser Strecke   -> hier anklicken

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Im Rhythmus von 2 Wochen einen Marathon fahren, war und ist nicht ganz mein Plan. Der 3. im Monat Mai war kurzentschlossen einer, der als Bayr. Hessische Grenzfahrt beim Radmarathoncup Deutschland gemeldet ist. Am Samstag bin ich mit Anhänger und Gepäcktasche zu Franz nach Neustadt gewechselt, um dann im Auto zusammen mit ihm nach Wenigumstadt zu reisen. Nach der Anmeldung suchten wir auf der Speisekarte vergeblich nach dem, worauf wir uns schon auf der Hinfahrt gefreut haben, aber der Begriff Nudelparty ist hier unbekannt. Ich erinnere mich nun, daß er mir schon in der Ankündigung auf der Homepage vom Verein auch gefehlt hat. Aber wir wurden auch so satt. Nach ruhiger Nacht in der Turnhalle wurde im Vereinsheim des RSV gut und reichlich gefrühstückt.

Bis zur ersten Kontrollstelle kann man sich wunderbar einrollen und warmfahren. Die Steigung nach 10 km ist sanft auf einer ehemaligen Bahntrasse und nur der letzte km nicht mehr mit dem großen Blatt zu fahren. An der Kontrollstelle gibt es mündliche Hinweise zur eventuellen Umfahrung der beiden kommenden Baustellen. Wir entscheiden uns für die Originalstrecke und bis auf eine 20m Schotterpassage unter einer Brückenbaustelle war alles sehr gut fahrbar.  Nach dem ersten Aufstieg und der 2. Kontrolle werden wir angenehm überrascht. Es geht auf dem Höhenzug lange oben entlang. Die Kilometer werden abgespult, nur fehlen langsam die Höhenmeter, denn die noch zu erklimmenden Höhenmeter sollten ja auch irgendwie abnehmen. Oh je, was wird das werden. Da wird ein asphaltierter Waldweg über viele Kilometer gefahren und es herrscht null Verkehr. Herrlich hier zu rollen. Dann deine schnelle Abfahrt und eine Baustelle. Über ein Gerüst und über Rindenmulch geht's übern Bach und gleich danach durch einen Kirchgarten wieder auf die Strecke. Super gelöst.  Ab hier wird es schwerer für mich. Immerhin habe ich 82 km gefahren und weniger als 760 hm von 2900 hm absolviert. Franz muss an der Passhöhe immer länger auf mich warten. Dafür warte ich unten auf Franz, wenn ich mal wieder eine Schussfahrt ins Tal hinter mir habe. Nach dem 3. Anstieg hinter Beerfelden fahren wir erneut in den Wald und bleiben oben auf der Höhenstrasse. Es ist 10:40 Uhr und so langsam werden die Straßen sehr belebt. Sehr viele Motorräder kommen uns entgegen und davon mindestens 90% mit viel zu hoher Geschwindigkeit und Kurvenschneidender Fahrweise. Wir müssen auf den nächsten 40km immer mehr aufpassen, daß wir nicht erfasst werden.   Und dann zwischendurch ein normalfahrendes Auto, hinter dem sich dutzende Motorräder und getunte Proll-KFZ reihen, um endlich überholen und weiterrasen zu können.   Bei km 106 habe ich einen Krampf am Oberschenkel links. Wie gut, daß wir 2 km später die 3. Kontrolle in Rothenberg erreichen. Die Pause dauert etwas länger. Die Gedanken gehen eigentlich dahin, daß ich wohl am südlichen Punkt der Tour aussteige und in Hirschhorn in die S-Bahn nach Hause einsteige. Wieder lasse ich die Hände vom Bremshebel und lasse die 3 km fast ohne Bremsung einfach rollen. Ich fahre natürlich nicht nach Hirschhorn, sondern versuche auf den nächsten Kilometern einen Tritt zu finden, der mich vielleicht ohne weiteren Krampf im Bein ins Ziel kommen läßt. Nach 2 km hat Franz mich dann auch wieder eingeholt und er zieht mich im Windschatten dahin. Bei km 120 kommt dann der schlimme Abschnitt, von dem alle berichteten. Es ging sogar soweit, daß ich in Raubach (km 125) ein Bad im Brunnen genommen habe. Auch konnte ich meine beiden Trinkflaschen wieder dort auffüllen, die aufgebraucht waren. Mit 6 km schleppte ich mich übern Pass und mit 77,7km/h auf der anderen Seite hinab. Bei km 133 hatten wir nun 2018 hm geradelt und somit war das Verhältnis etwas ausgeglichener. Hinter Affolterbach bei km 139 begann eine fiese Steigung, die in der vollen Sonne nicht  enden wollte. Und die hatte mir nun alles abverlangt. Noch erheblich mehr als Raubach zuvor. Und hinterm Pass in der Abfahrt sieht man schon auf der anderen Seite den Gegenanstieg. Aber auch den schaffte ich. Franz meinte, wenn wir am Abzweig sind, dann geht es lange talabwärts ins Mossautal. Für meine Begriffe war das Tal aber viel zu früh zu Ende und Franz meinte später nur: da habe ich das Tal anders in Erinnerung gehabt. Unten angekommen, waren wir an der nächsten Kontrolle in Hüttenthal. Dort gab es fast nichts mehr zu Essen und das Trinkwasser war alle. Es gab nur noch stilles Wasser und Apfelstücke. Wir waren doch nur 10 Min. vor Kontrollschluss.  An der Kontrolle bei hatten andere Fahrer gefragt, wieviele Anstiege kommen hoch und weiß einer, wieviel hm es noch sind. "Unsere Tour hat offiziell nur 2600 hm uns keine knapp 3000 wie gpsies verkündet. Also sind es noch etwa 300 hm ab hier mit 2 nennenswerten Anstiegen". So lautete die Aussage an der Kontrolle. Mein Gerät zeigt mir hier bei km 152 derzeit 2320 hm an. Also schnell weiter. Wir rollen durch Untermossau, dann durch Obermossau und ihr habt es erraten: es geht stetig bergauf. Über den nächsten Höhenzug mit vielen kurzen Rampen eine 3 km Abfahrt. Und schon hatte ich Franz wieder eingeholt.   Bei km 172 aber hatte ich zuerst einen Krampf links und kurze Zeit später einen auch rechts. Ich habe dann nach einer Pause erst geschoben und nachdem ein anderer Radsportkamerad anhielt und mir mit etwas Wasser und einem Gel geholfen hat, setzte ich mich wieder aufs Rad, um zu Franz zu kommen, der oben wartete. Ich meinte zu Franz nur, dass ich an der Kontrolle aussteigen werde.  Gottseidank ging es von da an gut und es gab keine weiteren Probleme mit Krampf oder sonstigem. An der Kontrolle nach weiteren 5 km waren wir nun 5 Minuten nach Kontrollschluß. Aber die Gruppe aus Hausen, die wir seit der Abfahrt von Raubach fast immer im Blick hatten, fuhr gerade erst los, als wir an die Kontrolle rollen. Die Herren an der Kontrolle waren alle so besorgt und bemüht. Ich betone das extra. An allen anderen Kontrollen war das genauso und bemerkenswert. Aber an der letzten war es noch einen Ticken mehr. Und es gab noch zu Essen und zu Trinken. Man erwarte nach uns noch etwa 10 Fahrer. Wir waren uns sicher, dass das fast nicht sein kann und die bestimmt ausgestiegen sind oder sonstwas. Als man mich dann fragte, ob ich wirklich aussteigen wolle, hieß es natürlich dann: "Natürlich probiere ich ins Ziel zu fahren". Die letzte Etappe war dann erwartungsgemäß schwer. Von der Hinfahrt zum Start sind wir ja schon gezwungenermaßen einen Teil der Strecke mit dem Auto gefahren. Aber wir mußten ja von der Kontrolle bis dorthin. Also noch 2 Wellen und der Hügel in 2 Abschnitten. Wir haben es letztendlich zusammen geschafft. Und im Ziel waren dann tatsächlich noch weitere Fahrer nach uns. 2 von denen hatten unterwegs Plattfuß und Probleme beim Aufpumpen, weil da Luftpumpen Luft pumpen sollten..

Wenn es nicht gerade die eine und einzige Ortsdurchfahrt mit schlechtem und löchrigem Fahrbahnbelag war oder eine der Baustellen bzw. deren Umfahrungen, dann war es schwer, sich einen Schaden am Fahrrad zu holen. Super Straßen und Wege und die noch schön im Wald und am vormittag verkehrsarm sind, war toll. Die Beschilderung war auf ganzer Länge sehr gut und stets richtig positioniert. Rechts immer, links darf zusätzlich dazu ein Pfeil hängen und große Hinweisschilder. Wer suchet, der findet: Bei km 96,5 hinter Beerfelden zeigt ein Pfeil rechts zu einem Feldweg nach links. Dort bog tatsächlich vor und ein Fahrer ab, den Franz gleich zurückrufen konnte. Franz sah nämlich in der Ferne mehrere weitere Pfeile. Es stellte sich raus, dass dieser Pfeil nur ein Vorwegweiser für die Einmündung in etwa 250m nach links sein soll. Aufgrund des Anstieges dort ist man nicht so schnell, dass man den Vorwegweiser hätte weglassen können. Aber ich bin mal wieder zu pingelig. Aber ihr wisst ja. Mit dem RMCD kommen Fahrer auf die Strecke, die sich auf die Beschilderung verlassen, weil sie sich in der Gegend null auskennen und keine Pfeil-Such-Fahrt wünschen.. Fazit: Letzte Hälfte mit angezogener Handbremse und nicht sehr viel Druck auf Bein und Knie. Ein Gesamtschnitt von 20.95 km/h bei 2950 hm und 203 km Gesamtlänge. Ist für einen Marathon wohl eher an der unteren Grenze, aber ein Serienfahrer werde ich sowieso nicht. Es hat Franz und mir sehr gut in und um Wenigumstadt und beim RSV gefallen.

Die Rückfahrt war unspektakulär. Mit Franz im Auto nach NW und mit dem Bob-Yak am Rad im Zug nach HOM und das letzte Stück mit dem Rad. So war ich gegen 22 Uhr zu Hause. Hier mein Marathon auf bikemap: http://bbbdok.selfhost.me:7888/rtf/rtfblatt.jsp?bmid=4451439


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