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Tour der Rekorde

599 km Distanz
9.226 m Aufstieg
9.226 m Abstieg

(2 Bewertungen)

Tour der Rekorde<br /> <br /> Einradeln<br /> Da wir erst nachmittags in Sterzing ankamen, reichte die Zeit nicht mehr für eine richtige Etappe. Um sich warmzufahren war der kurze Ausflug zur nahe gelegenen Gilfenklamm genau richtig. Die steilen Felsen und hohen Wasserfälle waren sehr sehenswert!<br /> <br /> 1. Tag<br /> Dann ging es richtig los. Und das bei traumhaften Wetter: Einige von uns sind oben ohne gefahren, obwohl es bereits Ende September war! Unser erster Gipfel war das Penser Joch. Dort hatten wir eine grandiose Aussicht! Anschließend rollten wir nach Bozen herunter. Dabei sind wir kurz vor dem Tagesziel durch ca. 20 Tunnel gefahren und haben spaßeshalber versucht, mit Gepäck einen 30% steilen Weg an einem Weinberg hochzufahren.<br /> <br /> 2. Tag<br /> Am nächsten Tag stand der Nigerpass auf dem Programm. Vor allem dann, wenn die Straße durch eine Ortschaft führte, gab es immer wieder Steilstücke mit knapp 20% Steigung, die einem ganz schön zu schaffen machten. Nach einer kleinen Kaffeepause am Nigerpass war es nicht mehr weit bis zum Karerpass. Das Hotel dort bot die "beste Pizza Europas" an und lag direkt unterhalb des Rosengartens. Kurzerhand beschlossen wir, hier zu übernachten.<br /> <br /> 3. Tag<br /> Tags zuvor ging es fast nur bergauf, nun fast nur bergab. Oft ging es an Weinbergen entlang durch das Val di Fiemme hinab nach Trient. Zwar sammelten wir auf dieser Etappe nicht allzu viele Höhenmeter, dafür war die Kilometerzahl dreistellig. Am Abend fuhren wir in Trient noch auf einen Hügel, auf dem sich das Mausoleum von Cesare Battisti befindet.<br /> <br /> 4. Tag<br /> Die ersten 40 km durch die Valsugana waren ungewohnt eben. Dann erst erreichten wir den Fuß des Berges, den wir uns für diese Etappe vorgenommen hatten. Auch dieser hielt einige fiese Steilstücke für uns bereit. Da wir nicht in der Dunkelheit auf dem Gipfel ankommen wollten, hoben wir uns das für den nächsten Tag auf und beendeten die Etappe ca. 650 Höhenmeter unterhalb des Gipfels in der Rifugio Carlettini.<br /> <br /> 5. Tag<br /> Am nächsten Morgen mussten wir leider feststellen, dass uns ein Regentag erwartete. Die verbleibenden Höhenmeter führten uns großteils über nasse Schotterwege zum Passo Cinque Croci. Bei Regen und Temperaturen knapp über 0 °C wurden wir wegen der Wolken auch nicht mit einer schönen Aussicht belohnt, so richtig unangenehm war dann allerdings die bitterkalte Abfahrt. Am Nachmittag entwickelte sich dann noch ein überschwemmter Schotterweg zu einer steilen Downhill-Strecke, die wir bergauf schieben mussten. Doch darüber konnten wir nicht nur im Nachhinein lachen!<br /> <br /> 6. Tag<br /> Meine Lieblingsetappe war die sechste: Von San Martino di Castrozza ging es zunächst hinauf auf den Passo Rolle (1989 m). Von dort aus hatte man einen tollen Blick auf die 3000er, die sich tags zuvor noch in den Wolken versteckt hatten. Dann rollten wir 400 m bergab, um dann gleich wieder auf den Vallespass (2032 m) hochzukurbeln. Unterwegs hatten wir praktisch keinen Verkehr, ab und zu überquerte eine Kuh die Straße. Nach der langen, kalten Abfahrt bis auf eine Höhe von ca. 800 m mussten wir uns erst mal mit einer heißen Schokolade bzw. Kaffee aufwärmen. Dann waren wir hoch motiviert, den dritten Berg in Angriff zu nehmen, um bis zum weltbekannten Cortina d'Ampezzo zu kommen. Wie bei den anderen Passstraßen des Tages war auch die Straße zum Passo di Falzarego (2105 m) sehr angenehm zu fahren, nicht zu steil und in einm guten Zustand. In der Dämmerung rollten wir dann hinab und nach einer kurzen, aber eindrucksvollen Begegnung mit einem Fuchs erreichten wir tatsächlich Cortina d'Ampezzo. Diese Etappe tauften wir "Königsetappe", da sie uns nicht nur mit 2360 Höhenmetern und 93 km einiges abverlangte, sondern auch landschaftlich viel zu bieten hatte.<br /> <br /> 7. Tag<br /> Auf eine ganz andere Art waren wir am nächsten Tag gefordert. Praktisch die komplette Strecke durch die Fanesalm bestand aus Schotterwegen, die teilweise auch recht steil bergauf führten. Durch unsere Erfahrung am Gardasee waren wir zwar einiges gewohnt, trotzdem mussten wir immer wieder schieben. Die Landschaft am Passo di Limo wirkte wie von einer anderen Welt: riesige, schroffe Berge, von denen schon viele Steinlawinen heruntergegangen sind. Die schwierige Suche nach einem Quartier war dann schließlich in St. Martin in Thurn erfolgreich.<br /> <br /> 8. Tag<br /> Mit dem Würzjoch bezwangen wir auf der letzen Etappe den sechsten 2000er der Tour: Persönlicher Rekord! Durch das Eisacktal und das Wipptal ging es dann wieder zurück nach Sterzing. Doch da wir gerade auf Rekordejagd waren, bogen wir nochmal ins Pfitscher Tal ab, um die 600-km-Marke zu knacken: am Ende hatten wir 610 km auf dem Tacho.


5,0
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