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NR694: Auf den Spuren von Königen und Zaren

49 km Distance
54 m Ascent
56 m Descent
27 m Max. Elevation

(1 rating)

Goch - Gennep - Weeze - Goch

Wir fahren auf direktem Weg von Goch über Asperden ins Spargeldorf Kessel. Kurz vor Kessel bietet sich ein kleiner Abstecher zum Kloster Graefenthal an. Unmittelbar vor der niederländischen Grenze wird ganz kurz der Reichswald berührt. Dann geht es weiter über Ottersum nach Gennep.

Einfahrt nach Gennep über die Niers- Brücke am Nijmeegseweg. Von der Brücke aus haben wir einen guten Blick auf den Fluss und seine grünen Ufer. Hier bei Gennep mündet die Niers in die Maas.

Unmittelbar nach der Brücke beginnt die Altstadt von Gennep. Die einstige Festungsstadt erhielt im 14. Jh. die Stadtrechte. Der Stadtkern erinnert mit zahlreichen historischen Bauten wie dem Marti-nusturm, der mittelalterlichen Stadtmauer, der Architektur des Petershuis Museums an diese früheren Zeiten. Der Marktplatz wird dominiert vom im Renaissancestil erbauten alten Rathaus aus dem 17. Jh.

Nach unserem Stadtbummel und einer angemessenen Pause (geeignete Einkehrmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden) verlassen wir Gennep. Wir folgen der Niers in östlicher Richtung und genießen den Ausblick auf die Niersauen mit weidenden Rindern und Schafen. Östlich von Gennep stoßen wir auf die alte Trasse der Boxteler Bahn (niederl.: Duits Lijntje), auf der vor einigen Jahren ein Rad-weg angelegt wurde. Diesem folgen wir bis zur Grenze, die hier von dem kleinen Fluss Kendel dargestellt wird, der ganz in der Nähe in die Niers mündet.

Die Boxteler Bahn war Teil einer Bahnlinie, die den Hafen von Vlissingen in den Niederlanden und damit Amerika und England (Fähr– und Schiffsverbindungen mit Vlissingen) mit Deutschland, Polen und Russland verbanden. Im vorletzten Jahrhundert konnte man so bereits problemlos und vielfach mit durchgehenden Verbindungen

(Kurswagensystem) bis nach St. Petersburg reisen. Das hatte große Bedeutung für den Postverkehr von der alten in die Neue Welt, wurde aber auch rege von den europäischen Fürsten- und Königs-häusern genutzt. Wenn wir also auf diesem bequemen Bahntrassen-Radweg unterwegs sind, sollten wir daran denken, dass hier vor rund 100 Jahren auch der englische König, der deutsche Kaiser und der russische Zar vorbeigedampft sind.

Unmittelbar nach der Überquerung der Kendel befinden wir uns wieder-auf deutschem Boden und stellen fest, dass hier der Bahntrassenradweg leider, leider endet. Etwas weniger komfortabel fahren wir nun also auf Wirtschaftswegen und Landstraßen durch die Dörfer Hommersum und Hülm nach Weeze, einer aufstrebenden Gemeinde am unteren Niederrhein.

Von Weeze aus geht es dann entlang des idyllischen Niers-Wanderwegs zurück nach Goch. Auf dem Weg zu unserem Hotel durchqueren wir die Gocher Innenstadt. Einige historische Bauten künden heute noch von der Stadt der Weber und Zigarrenmacher: das Steintor aus dem 14. Jahrhundert, das historische Rathaus, das Patrizierhaus „Zu den fünf Ringen“, die Wassermühle an der Susbrücke oder die gotische Pfarrkirche St. Maria Magdalena.

 


5.0
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